Anlässlich des Fukushimatages 2017 standen die Aktivistinnen der Wiener Plattform Atomkraftfrei am 7.3.2017 vor dem Bundeskanzleramt und forderten lautstark einen STOPP der Risikoreaktoren rund um Österreich.

In wenigen Tagen jährt sich der Super-GAU von Fukushima zum sechsten Mal, dessen katastrophale Auswirkungen auf die Welt bis heute nicht beherrschbar sind.

Anlässlich dieses Gedenktages veranstaltete die Wiener Plattform Atomkraftfrei am 7.3.2017 eine Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt, um zu bekräftigen, dass die Menschen nicht auf den nächsten Super-GAU warten wollen! Gemeinsam forderten sie Bundeskanzler Kern auf, sich vehement für einen sofortigen STOPP der Risikoreaktoren rund um Österreich einzusetzen!

Die österreichischen Bürgerinnen und Bürger haben zu Recht Angst vor den maroden AKWs an unseren Grenzen. Besonders gefährlich sind die beiden fast fertigen Problem-Reaktoren Mochovce 3 & 4, deren Inbetriebnahme 2017 bzw. 2018 erfolgen soll. Der Mix östlicher und westlicher Bauteile der Reaktoren erhöht das Risiko zusätzlich zu der ohnehin sehr veralteten Technik. Die Liste der Mängel ist lang.

Empörend ist das Inbetriebnahmeverfahren von Mochovce 3 & 4. Es ist eine Farce: Die Unterlagen sind nur am Betriebsgelände direkt und nur in slowakischer Sprache einsehbar! Diese Vorgehensweise verstößt klar gegen die Aarhus-Konvention!

„Bundeskanzler Kern muss sich bei seinen jeweiligen Amtskollegen gegen neue Reaktoren sowie gegen unkontrollierte Betriebsverlängerungen alter AKWs einzusetzen!“, forderte die Wiener Plattform Atomkraftfrei.

„Mit besonderer Dringlichkeit weisen wir Bundeskanzler Kern auf die Gefährlichkeit der Inbetriebnahme von Mochovce 3 & 4 hin und rechnen damit, dass er sich vehement für eine adäquate Überprüfung einsetzt in Anbetracht der Gefährdung der österreichischen, slowakischen und europäischen Bevölkerung!“, gaben sich die Aktivistinnen und Aktivisten optimistisch.